Der Abwasserzweckverband umfasst die Städte Heidelberg, Neckargemünd, Eppelheim sowie die Gemeinde Dossenheim. Er wurde im Januar 1977 gegründet.
Hauptorgan ist die vom Verbandsvorsitzenden geleitete Verbandsversammlung. Sie besteht aus insgesamt 13 Vertretern der einzelnen Mitglieder und entscheidet gemäss Verbandssatzung über alle wichtigen Angelegenheiten. Die Erledigung der laufenden Aufgaben erfolgt in einer Geschäftsstelle. Insgesamt sind für den Abwasserzweckverband 102 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.
Die Aufgabenbereiche des Verbandes umfassen die Abwasserreinigung mit der dazugehörigen Schlammbehandlung, die Abwasserüberwachung und die TV-Kanaluntersuchung.
Im Bild rechts oben das Klärwerk Nord
Im Bild unten das Klärwerk Süd, getrennt durch den Altneckar und den Neckarkanal
Kläranlagen - Betrieb und Entwicklung
Der Klärbetrieb ist zuständig für die Abwasserreinigung und Schlammbehandlung. Im Klärwerk Nord wird das anfallende Abwasser gereinigt, im Klärwerk Süd erfolgt die gesamte Schlammbehandlung.
Beide Klärwerke werden durch den Neckar getrennt und sind durch einen Düker verbunden.
Abwasserüberwachung mit Laborbetrieb
Die Abwasserüberwachung ist verantwortlich für die:
  • Überprüfung der Verbandskläranlage gemäß EKVO
  • Indirekteinleiter-Überwachung und Führung des Indirekteinleiterkatasters
  • Überwachung der industriellen Abwasservorbehandlungsanlagen
  • Überwachung des Abwassers in den örtlichen Kanälen und Verbandssammlern
  • Überwachung der Benzin- und Ölabscheider
Diese Aufgabenbereiche sind eine wichtige Voraussetzung für die Abwasser- und Klärschlamm- beschaffenheit und somit für einen ordnungsgemäßen Klärwerksbetrieb. Der Abwasserzweckverband betreibt hierzu ein Labor und hat zwei Untersuchungsfahrzeuge im Einsatz.
Ein weiteres zusätzliches Aufgabengebiet der Abwasserüberwachung ist die Überwachung der Kläranlagen im Verbandsgebiet auf Funktion und Wirkungsweise.
Kanalbetrieb
Die Unterhaltung, Reparatur und Reinigung der Kanalisation und Regenbehandlungsanlagen und Bachläufe wird durch die Abteilung Kanalbetrieb erledigt. Das Kanalnetz im Verbandsgebiet umfasst eine Gesamtlänge von rund 550 Kilometer mit Durchmessern von 250 mm bis 2,6/4,6 m. 30 km hiervon sind verbandseigene Kanäle, 520 km sind im Eigentum der einzelnen Verbandsmitglieder. Alle anfallenden Arbeiten werden mit eigenem Personal und eigener Gerätschaft ausgeführt.
Kanalplanung
In der Planungsabteilung werden alle erforderlichen Planungen EDV-unterstützt von 7 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt. Sanierungs- und Neuplanungen der Kanäle und Regenwasserbehandlungsanlagen gemäß Generalentwässerungsplan und den Ergebnissen der Eigenkontrollverordnung sowie für die Pflege und Aktualisierung der Kanaldatenbank im Geografischen Imformationssystem (GIS) fallen in die Zuständigkeit dieser Abteilung.
TV-Kanaluntersuchung
1993 wurde dem Verband die Durchführung der fernsehtechnischen Kanaluntersuchungen übertragen. Gemäß den gesetzlichen Vorgaben werden alle Kanäle im Verbandsgebiet untersucht, die Ergebnisse
ausgewertet und in einer Kanaldatenbank gespeichert. Die Umsetzung der Untersuchungsergebnisse (z.B. Reparaturen etc.) erfolgt von den Verbandsmitgliedern in Eigenregie.
Bau- und Objektbetreuung
Die Abwicklung aller Ingenieurbaumaßnahmen erfolgt in dieser Abteilung. Nach Abschluß werden die einzelnen Objekte an den Kanal- bzw. Klärbetrieb übergeben.

Verwaltung
Die technischen Bereiche werden bei ihren Aufgaben von der Verwaltung unterstützt. Sie erledigt alle beim Abwasserzweckverband anfallenden Aufgaben aus den Bereichen Haushaltswirtschaft, Finanzplanung, Rechnungswesen und Kostenrechnung. Außerdem werden das gesamte Tätigkeitsspektrum des Personalwesens sowie übergeordnete Grundsatzaufgaben, wie z.B. Organisation und Vertragswesen, wahrgenommen. Schließlich werden die Sitzungen der Verbandsversammlung, dem obersten Entscheidungsgremium des Abwasserzweckverbandes,von der Verwaltung organisiert und begleitet.
.